Der Aufschlag — von unten, und wichtiger als er aussieht
Im Padel wird immer von unten aufgeschlagen: Der Ball springt vor dem Schlag einmal auf und darf höchstens auf Hüfthöhe getroffen werden, mindestens ein Fuß steht hinter der Aufschlaglinie, gespielt wird diagonal ins gegenüberliegende Feld. Zwei Versuche, beide daneben bedeutet Punktverlust. Weil der Aufschlag so kaum Tempo tragen kann, gewinnt man mit ihm keine Punkte — man gewinnt die Netzposition, wenn man nach dem Schlag sofort nach vorn geht.
Was die Regel verlangt
Der Ball muss vor dem Schlag einmal aufspringen, und getroffen wird höchstens auf Hüfthöhe. Ein Aufschlag von oben wie im Tennis ist nicht erlaubt.
Mindestens ein Fuß steht hinter der Aufschlaglinie. Seit 2026 reicht einer; vorher mussten es beide sein.
Gespielt wird diagonal in das gegenüberliegende Aufschlagfeld. Zwei Versuche stehen zur Verfügung — gehen beide daneben, ist der Punkt weg.
Warum er trotzdem zählt
Ein Aufschlag von unten auf Hüfthöhe kann kein Tempo tragen. Im Tennis ist der Aufschlag die stärkste Waffe, im Padel ist er die Eröffnung — mehr nicht. Wer versucht, mit ihm den Punkt zu machen, produziert Doppelfehler und sonst nichts.
Der Vorteil liegt woanders: Das aufschlagende Paar darf als erstes ans Netz. Genau das ist der Sinn des Aufschlags — er verschafft dir den Weg nach vorn, und die Netzposition entscheidet im Padel die meisten Ballwechsel.
Wohin du zielst
Zwei Ziele haben sich durchgesetzt. Nach außen, auf die Seitenwand: Der Ball kommt von der Scheibe zurück und zwingt den Gegner, ihn im Wegdrehen zu nehmen. Oder eng an die Mittellinie, damit der Rückschlag durch die Mitte kommt und dein Partner ihn abfangen kann.
Beides funktioniert nur, wenn der Aufschlag tief genug ist. Ein kurzer Aufschlag lädt den Gegner ein, nach vorn zu gehen — und dann steht ihr euch am Netz gegenüber, statt dass ihr es besetzt.
Die häufigsten Fehler
- 01
Von unten auf Hüfthöhe lässt sich kein Tempo erzeugen, das jemanden in Schwierigkeiten bringt. Was dabei herauskommt, sind Fehler und zweite Aufschläge.
- 02
Der Aufschlag ist die Eintrittskarte ans Netz. Wer nach dem Schlag an der Grundlinie wartet, verschenkt den einzigen Vorteil, den er hat.
- 03
Ein Aufschlag, der mitten im Feld aufkommt, gibt dem Rückschläger Zeit und Winkel. Tief an die Linie ist unbequemer als hart.
Die Bewegung im Video
Lesen sagt dir, wann. Sehen sagt dir, wie.
In der Lektion „Der Aufschlag von unten“ läuft der Schlag in Zeitlupe, von der Seite und von hinten. Gefilmt auf dem Platz, in echten Ballwechseln.
Zur Lektion — Stufe EinsteigerHäufige Fragen
- Nein. Der Ball muss vor dem Schlag aufspringen und darf höchstens auf Hüfthöhe getroffen werden.
- Zwei, wie im Tennis. Gehen beide daneben, ist der Punkt verloren.
- Der Ball muss zuerst im diagonalen Aufschlagfeld aufkommen. Berührt er danach die Seitenwand, ist der Aufschlag gültig; trifft er das Gitter, ist er es nicht.
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