Einstieg

Alles, was vor dem ersten Mal auf dem Platz zählt.

Padel ist schnell gelernt und günstiger, als die meisten denken. Hier stehen die Fragen, die vor dem ersten Spiel aufkommen — kurz beantwortet.

Was kostet Padel?

Meist zwischen 5 und 12 Euro pro Person und Stunde.

Gebucht wird der ganze Platz, nicht der einzelne Spieler. Je nach Anlage, Uhrzeit und Region kostet eine Stunde ungefähr 20 bis 48 Euro — geteilt durch vier Personen landet man bei einem Betrag in der Größenordnung eines Kinobesuchs. Abends und am Wochenende ist es überall teurer als vormittags.

Brauche ich eigene Ausrüstung?

Nein. Fast jede Anlage verleiht Schläger.

Für die ersten Male reicht ein Leihschläger, oft für ein paar Euro oder sogar kostenlos. Bälle bringt meist die Anlage mit oder verkauft sie vor Ort. Erst wenn du regelmäßig spielst, lohnt ein eigener Schläger — vorher weißt du ohnehin nicht, welches Gewicht und welche Balance zu dir passen.

Welche Schuhe brauche ich?

Schuhe mit Fischgrätsohle, wie für Tennis-Sand.

Padel wird auf Kunstrasen mit eingestreutem Sand gespielt. Eine Fischgrätsohle greift dort, ohne den Belag zu beschädigen. Normale Laufschuhe rutschen und werden auf vielen Anlagen nicht gern gesehen. Für den Anfang tun es Tennisschuhe für Sandplätze, die du vielleicht schon hast.

Muss ich Tennis können?

Nein — Padel ist der leichtere Einstieg.

Der Platz ist kleiner, der Schläger kürzer und ohne Saiten, der Aufschlag geht von unten. Die meisten haben nach einer Stunde ihre ersten echten Ballwechsel. Tenniserfahrung hilft beim Timing, bringt aber auch Gewohnheiten mit, die man wieder ablegen muss — vor allem den Reflex, hart zu schlagen.

Wie viele Leute brauche ich?

Vier. Padel wird fast immer im Doppel gespielt.

Einzel-Courts gibt es, sie sind aber selten. Wenn dir Mitspieler fehlen, hilft ein Blick in die Buchungs-Apps der Anlagen: Dort schreiben Leute offene Partien aus, denen man sich anschließen kann. Viele Clubs veranstalten außerdem offene Spielabende für genau diesen Fall.

Wie lange dauert eine Partie?

Gebucht wird meist 60 oder 90 Minuten.

In 60 Minuten passen ein bis zwei Sätze, 90 Minuten sind entspannter und lassen Zeit zum Aufwärmen. Wenn ihr zu viert neu anfangt, plant lieber 90 Minuten ein — die erste Viertelstunde geht für Sortieren und Ausprobieren drauf.

Was ist der Unterschied zum Tennis?

Die Wände. Der Ball ist nach dem Aufspringen weiter im Spiel.

Dazu kommen der Aufschlag von unten, der kleinere Platz und ein Schläger ohne Saiten. Der größte Unterschied im Kopf: Kraft bringt wenig, weil harte Bälle über die Wand zurückkommen. Wer platziert und geduldig spielt, gewinnt.

Wo kann ich in Deutschland spielen?

In fast jeder größeren Stadt gibt es inzwischen Anlagen.

Die Zahl der Plätze wächst seit einigen Jahren deutlich, viele davon in Hallen und damit ganzjährig bespielbar. Gebucht wird fast überall online. Wir arbeiten an einer Übersicht der Anlagen — bis dahin hilft die Suche nach „Padel“ plus deiner Stadt.

Preise

Die genannten Beträge sind Erfahrungswerte und schwanken je nach Anlage, Uhrzeit und Region erheblich. Verbindlich ist immer die Preisliste des jeweiligen Clubs.

Und dann?

Wenn die Grundfragen geklärt sind, lohnt sich ein Blick auf die Regeln — die sind in zehn Minuten verstanden.

Und wenn du irgendwann gegen fremde Leute spielen willst: Für dein erstes Turnier brauchst du weniger, als du denkst.