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Die sieben Schläge, und wann du welchen spielst.

Padel kennt weniger Schläge als Tennis, aber sie greifen enger ineinander. Wer den Unterschied zwischen Bandeja und Víbora kennt, weiß nicht nur zwei Namen — er weiß, ob er gerade den Punkt halten oder ihn gewinnen will.

Überblick

Sieben Schläge auf einen Blick.

SchlagWannWozu
AufschlagSaqueZum PunktbeginnDen Ballwechsel eröffnen, ohne Vorteil zu verschenken
VolleyVoleaAm Netz, bevor der Ball aufspringtDie Netzposition halten und die Gegner tief halten
BandejaAuf einen Lob, den du noch seitlich über Kopf erreichstAm Netz bleiben, ohne den Punkt erzwingen zu wollen
VíboraWie die Bandeja, wenn du mehr Druck machen willstDen Ball unberechenbar machen, statt nur zu kontrollieren
GloboAus der Defensive, wenn die Gegner am Netz stehenDie Gegner vom Netz wegdrängen und selbst nach vorn kommen
ChiquitaAus der Defensive, wenn ein Lob zu riskant wäreDie Netzspieler zu einem Ball von unten zwingen
SchmetterballRemateWenn du wirklich unter dem Ball stehstDen Punkt beenden — oder wenigstens den Druck maximal halten
Die häufigste Verwechslung

Drei Schläge über Kopf — und drei verschiedene Absichten.

Bandeja, Víbora und Schmetterball werden alle über Kopfhöhe gespielt. Was sie trennt, ist nicht die Bewegung, sondern was du mit dem Ballwechsel vorhast.

Bandeja
Halten
Flach und tief in die Ecke, Tempo raus. Du bleibst am Netz.
Víbora
Drücken
Mehr Schnitt und Tempo, der Ball springt seitlich weg. Riskanter.
Schmetterball
Beenden
Volles Tempo nach unten — nur, wenn du wirklich unter dem Ball stehst.
Einzeln

Jeder Schlag für sich.

Aufschlag

[SA-ke]

Im Padel wird immer von unten aufgeschlagen: Der Ball muss vor dem Schlag einmal aufspringen und darf höchstens auf Hüfthöhe getroffen werden. Gespielt wird diagonal ins gegenüberliegende Aufschlagfeld, zwei Versuche stehen zur Verfügung. Weil der Aufschlag damit kaum Tempo tragen kann, entscheidet die Platzierung — und was danach kommt.

Volley

[wo-LE-a]

Am Netz das wichtigste Werkzeug. Im Padel wird die Volley eher blockend und platziert gespielt als kraftvoll: Ziel ist meist, den Ball tief zu den Füßen der Gegner zu bringen, statt ihn durchzuschlagen. Wer ihm Tempo gibt, bekommt es über die Wand zurück.

Bandeja

[ban-DE-cha]

Spanisch für „Tablett“ — benannt nach der Bewegung, als würde man ein Tablett servieren. Ein seitlicher Schlag über Kopfhöhe, halb Volley, halb Schmetterball, mit dem ein Lob beantwortet wird, ohne die Position am Netz aufzugeben. Kein Punktgewinnschlag, sondern ein Kontrollschlag: Er nimmt Tempo raus und hält den Gegner hinten.

Víbora

[WI-bo-ra]

Spanisch für „Viper“. Wie die Bandeja über Kopfhöhe gespielt, aber mit deutlich mehr Schnitt und Tempo. Der Ball springt nach dem Aufkommen seitlich weg statt hoch — dadurch kommt er oft flach von der Wand zurück und ist schwer zu kontrollieren. Riskanter als die Bandeja, weil die Fehlerquote steigt.

Globo

[GLO-bo]

Hoher Ball über die Gegner hinweg nach hinten. Anders als im Tennis ist der Lob im Padel kein Verzweiflungsschlag, sondern eines der wichtigsten taktischen Mittel überhaupt: Er drängt die Gegner vom Netz weg und verschafft der eigenen Seite Zeit, nach vorne zu rücken.

Schmetterball

[re-MA-te]

Der kraftvolle Abschluss von oben. Anders als im Tennis endet der Punkt damit oft nicht: Durch die Wände kommt der Ball häufig zurück. Deshalb gilt im Padel die Faustregel, den Smash zu platzieren statt ihn nur hart zu schlagen. Die härteste Variante ist der „Por tres“, der den Ball über die Seitenwand aus dem Platz befördert.

Die spanischen Namen und die übrigen Begriffe vom Platz stehen im Lexikon. Was beim Aufschlag und beim Wandspiel erlaubt ist, steht in den Regeln.