Bandeja, Víbora, Chiquita — was das alles heißt.
Padel spricht Spanisch. Wer die Begriffe kennt, versteht schneller, worüber auf dem Platz geredet wird. Hier stehen sie, mit Aussprache und ohne Fachchinesisch.
Bajada
[ba-CHA-da]
Schlag
Der Schlag nach der Wand, aus der Abwärtsbewegung.
Spanisch für „Abstieg“. Der Ball kommt von der Rückwand zurück und wird im absteigenden Teil seiner Flugbahn gespielt. Erfordert gutes Timing und Geduld — die häufigste Fehlerquelle bei Einsteigern ist, zu früh zu schlagen, statt die Wand arbeiten zu lassen.
Bandeja
[ban-DE-cha]
Schlag
Der Schlag, mit dem man die Netzposition behält.
Spanisch für „Tablett“ — benannt nach der Bewegung, als würde man ein Tablett servieren. Ein seitlicher Schlag über Kopfhöhe, halb Volley, halb Schmetterball, mit dem ein Lob beantwortet wird, ohne die Position am Netz aufzugeben. Kein Punktgewinnschlag, sondern ein Kontrollschlag: Er nimmt Tempo raus und hält den Gegner hinten.
Chiquita
[tschi-KI-ta]
Taktik
Der kurze, tiefe Ball zu den Füßen der Netzspieler.
Spanisch für „die Kleine“. Ein bewusst langsamer, flacher Ball, der kurz hinter dem Netz zu Boden geht — direkt vor die Füße der Gegner. Er zwingt sie, den Ball von unten zu spielen, wodurch der nächste Ball hoch zurückkommt. Das klassische Werkzeug, um aus der Defensive heraus die Netzposition zu erobern.
Contrapared
[kontra-pa-RED]
Schlag
Ball über die eigene Wand zurückspielen.
Der Ball wird absichtlich gegen die eigene Wand gespielt, sodass er von dort über das Netz auf die gegnerische Seite fliegt. Regelkonform und oft die einzige Rettung, wenn der Ball zu weit hinten oder zu eng an der Wand liegt.
Dejada
[de-CHA-da]
Schlag
Der Stoppball direkt hinters Netz.
Ein kurz abgetropfter Ball, der knapp hinter dem Netz landet. Besonders wirksam, wenn die Gegner tief hinten stehen. Gelingt am besten mit weichem Handgelenk und Schnitt, damit der Ball nach dem Aufkommen kaum weiterspringt.
Doble pared
[DO-ble pa-RED]
Platz
Ball, der zwei Wände nacheinander berührt.
Der Ball springt auf und berührt danach zwei Wände — meist erst die Rückwand, dann die Seitenwand. Der Ball wird dadurch langsamer und liegt sehr eng, was das Spielen deutlich erschwert. Wer die Laufwege dafür kennt, gewinnt Bälle, die andere aufgeben.
Globo
[GLO-bo]
Taktik
Der Lob — im Padel kein Notbehelf, sondern Standard.
Hoher Ball über die Gegner hinweg nach hinten. Anders als im Tennis ist der Lob im Padel kein Verzweiflungsschlag, sondern eines der wichtigsten taktischen Mittel überhaupt: Er drängt die Gegner vom Netz weg und verschafft der eigenen Seite Zeit, nach vorne zu rücken.
Malla
[MA-ja]
Platz
Das Gitter an den Seiten.
Die Maschendraht-Elemente der Umrandung. Wichtig ist der Unterschied zum Glas: Vom Gitter springt der Ball unregelmäßig und schwer berechenbar ab, weil er auf die Streben treffen kann.
Pista
[PIS-ta]
Platz
Der Platz: 20 mal 10 Meter, von Wänden umschlossen.
Zwanzig Meter lang, zehn Meter breit, umgeben von Glas und Gitter. Das Netz ist in der Mitte 88 Zentimeter hoch und steigt zu den Pfosten auf 92 Zentimeter an.
Por tres
[por TRES]
Schlag
Smash, der den Ball aus dem Platz befördert.
Ein Schmetterball, der den Ball über die Seitenwand aus dem Platz schlägt — benannt nach der Wand mit drei Metern Höhe. Der Punkt ist damit gewonnen, sofern die Gegner den Ball nicht außerhalb des Platzes zurückspielen.
Punto de Oro
[PUN-to de O-ro]
Spielstand
Goldener Punkt: bei Einstand entscheidet ein einziger Ball.
Statt Vorteil-Regelung wird bei 40:40 ein einziger Punkt gespielt, der das Spiel entscheidet. Das aufschlagende Paar schlägt auf, das annehmende Paar wählt die Seite. In vielen Turnieren und Ligen Standard, weil es die Spieldauer planbar macht.
Remate
[re-MA-te]
Schlag
Der Schmetterball.
Der kraftvolle Abschluss von oben. Anders als im Tennis endet der Punkt damit oft nicht: Durch die Wände kommt der Ball häufig zurück. Deshalb gilt im Padel die Faustregel, den Smash zu platzieren statt ihn nur hart zu schlagen.
Resto
[RES-to]
Spielstand
Die Annahme des Aufschlags.
Der Aufschlag muss aufspringen, bevor er zurückgespielt wird — anders als im Tennis ist eine direkte Volley bei der Annahme nicht erlaubt.
Rulo
[RU-lo]
Schlag
Schnitt, der den Ball nach dem Aufkommen ausbrechen lässt.
Seitlicher Drall, durch den der Ball nach dem Aufspringen die Richtung wechselt statt geradeaus weiterzulaufen. Wird vor allem bei der Víbora eingesetzt, um den Ball unberechenbar von der Wand abspringen zu lassen.
Salida
[sa-LI-da]
Taktik
Den Platz verlassen, um einen Ball zu retten.
Spanisch für „Ausgang“. In vielen Anlagen darf der Ball außerhalb des Platzes weitergespielt werden — man läuft durch die Tür nach draußen und schlägt den Ball von dort zurück. Ob das erlaubt ist, hängt von der Anlage und dem Turnierreglement ab.
Saque
[SA-ke]
Spielstand
Der Aufschlag — immer von unten.
Der Ball muss vor dem Schlag einmal aufspringen und darf höchstens auf Hüfthöhe getroffen werden. Gespielt wird diagonal ins gegenüberliegende Aufschlagfeld. Zwei Versuche stehen zur Verfügung.
Víbora
[WI-bo-ra]
Schlag
Die aggressive Schwester der Bandeja.
Spanisch für „Viper“. Wie die Bandeja über Kopfhöhe gespielt, aber mit deutlich mehr Schnitt und Tempo. Der Ball springt nach dem Aufkommen seitlich weg statt hoch — dadurch kommt er oft flach von der Wand zurück und ist schwer zu kontrollieren. Riskanter als die Bandeja, weil die Fehlerquote steigt.
Volea
[wo-LE-a]
Schlag
Volley — der Ball wird vor dem Aufspringen gespielt.
Am Netz das wichtigste Werkzeug. Im Padel wird die Volley eher blockend und platziert gespielt als kraftvoll: Ziel ist meist, den Ball tief zu den Füßen der Gegner zu bringen, statt ihn durchzuschlagen.
Ein Begriff, den du immer wieder hörst und nicht einordnen kannst? Schreib uns, dann kommt er dazu.