ASICS GEL-Resolution 9 Clay
Der Schuh, bei dem man aufhört, über Schuhe nachzudenken — Halt und Dämpfung stimmen so weit, dass man sich wieder auf den Ball konzentriert.



Bilder: Philip Schiffer · Eigene Aufnahme
ab 149,63 €Preisvergleich Geizhals, geprüft am 09.09.2026. Es gilt der Preis im Shop.
- Bauart
- Niedriger Schaft, Fischgrätsohle (Clay)
- Stabilität
- DYNAWALL im Mittelfuß, bis in die Ferse gezogen
- Schnürung
- DYNAWRAP — zieht den Mittelfuß mit fest
- Dämpfung
- GEL im Rückfuß, FF BLAST+ Zwischensohle
- Gewicht
- ca. 380 g (Herren, Größe 42,5)
- Farbe hier
- White/Restful Teal
- Seitenhalt, der auch beim harten Abstoppen hält — kein Kippen über die Kante
- Sehr hoher Komfort ab dem ersten Tag, ohne lange Einlaufzeit
- Fischgrätsohle greift auf Sandkunstrasen gleich gut, drinnen wie draußen
- Verarbeitung auf Turnierniveau: nichts scheuert, nichts löst sich
- Mit rund 380 g kein Leichtgewicht — wer bisher Laufschuhe trug, merkt das in der ersten Stunde
- Der geschlossene Aufbau staut im Hochsommer Wärme
- Die Sohle ist für Sand gebaut. Wer damit auch auf Asphalt läuft, ist schneller durch, als ihm lieb ist
Wer regelmäßig spielt und schon einmal umgeknickt ist oder Angst davor hat. Wer nur alle vier Wochen auf dem Platz steht, findet Vernünftiges für die Hälfte.
Padelschuhe werden meistens zu spät gekauft. Man spielt in Laufschuhen, weil sie da sind und bequem aussehen, und merkt erst beim ersten seitlichen Abstoppen, dass sie für genau diese Bewegung nicht gebaut sind. Ein Laufschuh ist für vorwärts konstruiert. Padel ist zu neunzig Prozent seitwärts.
Der GEL-Resolution 9 ist die Antwort auf dieses Problem, und zwar eine gründliche. Er kommt aus dem Tennis, wo dieselben Kräfte wirken, und er ist dort seit Jahren der Schuh für Spieler, die von der Grundlinie aus verteidigen — also für die, die viel und schnell seitwärts müssen.
**Warum man darin nicht umknickt.** Nicht wegen eines hohen Schafts — der Schuh ist flach geschnitten, wie fast alle Racketsportschuhe. Der Halt kommt von unten: DYNAWALL ist eine feste Wand in der Zwischensohle, die bis in die Ferse durchgezogen ist. Kippt der Fuß beim Abstoppen zur Seite, läuft er gegen diese Wand statt über den Sohlenrand hinaus. Dazu kommt eine breite, tief bauende Plattform — je näher der Fuß am Boden sitzt, desto kürzer der Hebel, mit dem er sich verdrehen kann. Und die DYNAWRAP-Schnürung zieht den Mittelfuß mit fest, sodass der Fuß im Schuh nicht wandert.
Das Ergebnis ist der Unterschied zwischen einem Schuh, der stabil aussieht, und einem, der stabil ist. Beim harten Ausfallschritt in die Ecke bleibt der Fuß, wo er hingehört. Wer schon einmal umgeknickt ist, weiß, wie viel das wert ist — die Angst davor kostet auf dem Platz mehr Bälle als jede Technikschwäche.
**Der zweite Punkt ist die Sohle.** Padel wird auf Kunstrasen mit eingestreutem Sand gespielt, drinnen wie draußen. Die Fischgrätsohle — im Tennis die Sandplatzsohle — ist genau dafür die richtige: Das Zickzackprofil greift im losen Sand, lässt aber ein kontrolliertes Rutschen zu, statt den Fuß abrupt zu stoppen. Ein abrupt stoppender Schuh klingt nach Halt, ist aber die häufigste Ursache für Knieprobleme im Padel. Der Unterschied zwischen Halle und Freiplatz fällt bei diesem Profil kaum ins Gewicht, weil beide denselben Belag haben.
**Komfort.** Der Schuh braucht kein Einlaufen. Die GEL-Einlage im Rückfuß und die FF-BLAST+-Zwischensohle nehmen die Stöße weg, ohne dass der Schuh weich wird — was bei Dämpfung sonst gern zusammen auftritt und dann die Stabilität kostet. Nach zwei Stunden auf dem Platz ist das der spürbarste Unterschied zu einem Laufschuh.
**Was gegen ihn spricht**, der Vollständigkeit halber: Er ist schwer. Rund 380 Gramm merkt man in der ersten Stunde, wenn man Leichteres gewohnt ist — nach zwei, drei Einheiten nicht mehr. Er staut Wärme, weil er dicht gebaut ist; im Hochsommer draußen ist das spürbar. Und die Sohle ist Verschleißmaterial, sobald man damit über Asphalt zum Platz läuft. Das ist kein Konstruktionsfehler, sondern die Kehrseite eines Profils, das im Sand greifen soll.
**Der Preis.** Um 150 € ist kein Schnäppchen und für den Gelegenheitsspieler zu viel. Wer zweimal die Woche spielt, rechnet anders: Der Schuh hält eine Saison durch, und eine umgeknickte Bänderdehnung kostet sechs Wochen Pause. Gemessen daran ist er günstig.
Getestet: September 2026